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Das vielleicht interessanteste Projekt auf dem Büchermarkt

8. März 2011
So könnte der "Universalcode" mal aussehen.

So könnte der "Universalcode" mal aussehen.

Ich verfolge seit Monaten ein Projekt aufmerksam, das im Netz lebt, wächst, gedeiht – und am Ende in einem neuen Lehrbuch für Journalisten gipfeln soll. Es soll aber ganz anders werden als die Werke, die man in diesem Bereich bisher kannte, und darum ist auch sein Entstehungsprozess ein plakativ anderer als der, den man sonst vom Buchschreiben so kennt – also nicht still, nicht ruhig, nicht als Solo-Projekt. Es wird im Buch mit dem Arbeitstitel „Universalcode“ nicht um den richtigen Lead, um Nachrichtenschreiben oder um die Reportage gehen, sondern um das ganze Gedönse im Kontext der Medienrevolution, von Cross- und Multimedia, von Social Web und Prozessjournalismus.

Woher man das alles schon weiß, bevor das Buch gedruckt, das Manuskript überhaupt erst fertiggestellt ist? Weil der Initiator und Antreiber des Projekts, Christian Jakubetz (Twitter / Xing / Facebook), hier in bisher 37 Teilen darüber schreibt: Darüber, wie er weitere Autoren fand, darüber, wie er einen Verlag fand, darüber, welche Kapitel im Buch landen sollen und und und. [Hier geht’s zur Serie „Das Buchprojekt“]

Bei carta.info habe ich jetzt einen interessanten Artikel von Wolfgang Michal dazu gefunden, über den man super in das Projekt einsteigen kann:

Der Leser der Zukunft ist ein Alleskönner: Ideengeber, Mitautor, Korrektor, Verleger und Werber. Davon sind die Autoren des neuen Journalismus-Lehrbuchs „Universalcode“ überzeugt. (…) Die ersten Leseproben stehen bereits online, und die Leser dieser Leseproben werden freundlich gebeten, ihren Senf dazu zu geben. Prozess-Journalismus ist ja nie fertig. Und weil der Prozessjournalismus der Zukunft nicht nur von dem einen vorläufigen Ende her gedacht wird (nämlich vom Journalisten her), sondern auch vom anderen vorläufigen Ende (dem Leser), muss man sich das Projekt wie ein Wiki vorstellen: Dieses Lehrbuch ist ein Lehrbeispiel für das, was es lehren wird.

Dies habe ich gerade als absolute Lese-Empfehlung an mein Team gemailt. Es ist Pflichtlektüre (zunächst erst einmal der Carta-Beitrag, später sicher auch das Buch) – und heute mein guter Lesestoff für die Mittagspause, Teil III.

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