Skip to content

Wie kriegt man Kinder-Aufmerksamkeit? #rp13

6. Mai 2013
Starkes Frauen-Podium bei der Veranstaltung "Kinderkram - So nutzen Kids das Web".

Starkes Frauen-Podium bei der Veranstaltung „Kinderkram – So nutzen Kids das Web“.

Kinder. Sind die Zukunft. Gibt viel zu wenige, aber die, die es gibt, die muss man haben. Das würde jedes am Endkunden-Markt tätige Unternehmen so von sich behaupten, es sei denn, es verkauft ein Produkt, das nicht in Kinderhände gehört. Wie verkaufen wir Content an Kinder – und: Was muss das für Content sein? Diese Frage stellen sich auch Medienunternehmen – bzw. sollten sie sich diese Frage stellen. 

Darum habe ich mich bei meiner ersten re:publica, der ich seit heute früh in Berlin beiwohne, dazu entschieden, ein Panel zu besuchen, das sich mit Kindern beschäftigt. Mit Kinderkram und mit der Frage: Was tun Kinder im Netz? Wie holt man sie ab? Wie geht man am besten mit ihnen um? Und wie schützt man sie wirksam?

Auf dem Podium dieses Panels saßen – irgendwie schade – fünf Frauen. Immerhin: Im Besucherraum waren auch bestimmt 40 Prozent Männer. Frauen also, die sich intensiv mit Kindern und ihrem Umgang mit dem Internet beschäftigen. Darunter Verena Delius, die mit Panfu ein international sehr erfolgreiche Kindernetzwerk aufgebaut hat, und die die spannendste Frau auf dem Podium war, was ihre Aussagen anging.

Was man mitnehmen konnte:

  • Kinder-Content ist sehr schwer zu etablieren. Eigene neue Projekte zu erfinden, die dann in der Kinderwelt ankommen, ist extrem schwierig.
  • Das Desktop-Web ist bei Kindern eigentlich schon Vergangenheit, man muss sie im Mobile-Web erreichen.
  • Kinder sind ab etwa 10 Jahren schon bei Facebook und verbringen dort viele Aufmerksamkeitszeit.
  • Kinder muss man in besonderem Maße schützen, was einen großen Personaleinsatz erfordert.
  • Kinder brauchen Kommunikation und Partizipation bei den Anwendungen, sonst sind sie schnell wieder weg.
  • Kinder müssen basteln und kreativ sein können.
  • Kinder muss man sehr stark vor sich selbst, anderen Gleichaltrigen, aber auch Erwachsenen im Netz schützen.
  • Kinder wachsen mit dem Internet in allen Lebenslagen auf, sie müssen es – im Gegensatz zu ihren Eltern – nicht erlernen; denn sie können es schon.
  • Kinder brauchen Begleitung, Eltern müssen sich mit ihren Kindern mit dem Internet beschäftigen.
  • Kinder müssen Erwachsenen zeigen, was sie im Netz tun und wie das, was sie tun, funktioniert. Davon können die Eltern lernen; und zugleich haben sie das unabdingbare Wissen darum, was ihre Kinder tun.

Kinderkram auf der re:publica – das war der richtige Einstieg in die Webkonferenz hier.  Und jetzt: Erwachsenencontent.

Advertisements
4 Kommentare leave one →
  1. 3. Juni 2013 14:27

    Hi Tobias, danke für deinen Beitrag! Nur kurz zu „Auf dem Podium dieses Panels saßen – irgendwie schade – fünf Frauen. “ Stimmt, ich hatte erst überlegt, das zu thematisieren: Es waren auch Männer eingeladen, die dann aber aus Zeitgründen leider nicht kommen konnten. Gut, dass diese kompetenten Frauen da waren! Ich kenne das Gefühl, dass aufstößt, wenn man den Eindruck hat, die Geschlechter & Meinungen auf der Bühne sind zu homogen, denn als eine der Mitgründerinnen der Digital Media Women setze ich mich für mehr Frauen auf den Bühnen ein. Wir haben extra ein Datenbank erstellt, um mehr Frauen auf den Bühnen zu sehen. Mehr Infos dazu gibt es hier: http://www.digitalmediawomen.de/speakerinnen/ Viele Grüße und bis zum nächsten Mal, Moderatorin und Session-Orga Sarah Pust

Trackbacks

  1. Kinderkram – kommentierte Netzlese » YOUdaz.com
  2. Kinderkram: “So nutzen Kids das Web”
  3. Feedback #rp13 | pusteblumemedia

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: