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Der Weckenbrock in drei Dimensionen

23. September 2014

IMG_3421.JPGDen Weckenbrock gibt es jetzt zweimal in 3D: einmal in echt, einmal als Kopie des Konterfeis. Wie es dazu kam? Eine Geschichte in zwei Episoden im Spätsommer 2014.

Ende August 2014, Dortmund Innenstadt:

Ende September 2014, Dortmunder U:

Die kleinen Köpfe sind fertig. Ab Mittwoch werden sie ausgestellt: 140 Dortmunder, die sich dreidimensional verewigt haben. Gescannt, gedruckt – und nun für einige Tage im Dortmunder U zu begutachten.

Sie sind weiß, ungefähr zehn Zentimeter klein, aber relativ genaue 3D-Abbilder der Personen, die sich an einer Drei-Tages-Aktion der Fachhochschule Dortmund beteiligt haben. Diese hatte sich Ende August in der Berswordthalle unter dem Titel „Wir digitalisieren Dortmund“ mit neuester Technik aufgebaut und alle Dortmunder dazu eingeladen, sich mit ihrem Körper an diesem Kunst- und Wissenschaftsprojekt zu beteiligen. Jeder, der wollte, konnte seinen Kopf von zwei 3D-Scannern abfotografieren lassen, wurde dann im PC in ein 3D-Modell verarbeitet. Nach ein paar manuellen Arbeitsschritten, die Korrekturen und Anpassungen beinhalteten, wurde dieses Modell per Datenleitung an einen 3D-Drucker übertragen. Und dort wurde aus einem weißen Rohstoff eine kleine Büste gedruckt. In drei Dimensionen: Nach oben, vorne, hinten, links und rechts.

„Wir waren mit der Resonanz mehr als zufrieden“, sagt Jaqueline Weißborn, federführend an dem Projekt beteiligt. Sie bediente in der Berswordthalle den zentralen Scanner, eine absolute Hi-Tech-Maschine, und bearbeitete die Daten im ersten Schwung. „Das Andrang hat unsere Erwartungen übertroffen.“

Sie habe sich sehr gefreut, dass die 3D-Technik auf so viel Interesse gestoßen sei. 140 Personen scannten die Studenten und Mitarbeiter an den drei Tagen. Die Weiterverarbeitung und der Druck, beides dauert pro Büste etwa drei bis vier weitere Arbeitsstunden, geschah dann auch im Anschluss in den folgenden Wochen in der Fachhochschule. Einige Interessenten wurden noch auf Sonder-Scantermine vertröstet. „Die Kapazitäten sind aufgrund der Manpower und der Gerätekapazität nunmal begrenzt“, so Weißborn. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Maschinenbau und arbeitet im Physiklabor im Bereich Forschung und Lehre. Ihre Idee war, diese neue Technik des 3D-Drucks für Jedermann erfahrbar zu machen. Mit diesem Projekt gewann sie den Hochschulwettbewerb 2014 und erhielt zusammen mit dem Team 10.000 Euro Förderung.

Nun sind die Modelle vom 24. September bis 8. Oktober in einer Ausstellung im Dortmunder U zu sehen. Sie heißt „Kunst im Glas – Wir digitalisieren Dortmund“ und ist täglich von 11 bis 18 Uhr in der Ausstellungshalle U2_Kulturelle Bildung, Leonie-Reygers-Terrasse, geöffnet. Wer gescannt wurde und sich dort wieder finde, der dürfe sein eigenes Abbild anschließend behalten, hieß es in der Ausstellungs-Beschreibung der FH.

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